Wir können nicht jedes nahende Ziel kontrollieren. Beziehungen im Digitalen folgen stets Regeln; ob man sie befolgt oder nicht, drückt den eigenen Willen aus. Sich dem Spiel zu ergeben oder sich ihm zu stellen, formt eine weitere Ebene der Entsprechung. Die organische Bewegung des Körpers und die künstlichen Sprachanweisungen werden zu Mitteln der Kommunikation und des Wettstreits.
Jede augenblickliche Entscheidung prägt die Zukunft. Am Kreuzungspunkt können wir die Regeln nie brechen. Doch innerhalb der Regeln bleiben unendliche Möglichkeiten, solange der Körper den eigenen Willen ausdrückt. Schmerz hält lange an, der Geist mag ermüden – all das ist der Preis dafür, das unausweichliche Ziel zu erreichen.
Im Raum finden zwei Wettkämpfe gleichzeitig statt: eine Schachpartie zwischen zwei Computern und ein Wettstreit zweier Willen und Körper. Erster Akt – zuhören und den Regeln gehorchen: Die Performer folgen den Zugansagen der Computer und markieren jeden Zug mit Klebeband auf dem Boden. Zweiter Akt – beobachten und den Regeln folgen: Ohne Computer gehen beide die zuvor markierten Wege ab; sie entscheiden frei über die Richtung, müssen aber auf den selbst gelegten Pfaden bleiben.